Anonymisierung wird oft als einfache Lösung für Datenschutzanforderungen verstanden. In der Praxis entstehen jedoch erhebliche Risiken, wenn Daten nur teilweise anonymisiert, falsch geschwärzt oder im falschen Kontext weitergegeben werden.
Aus rechtlicher Sicht ist entscheidend, ob ein Personenbezug tatsächlich ausgeschlossen ist. Ist das nicht der Fall, gelten alle DSGVO-Anforderungen unverändert weiter.
Unvollständig anonymisierte Daten gelten weiterhin als personenbezogen und unterliegen allen Pflichten zur Rechtsgrundlage, Zweckbindung und Datensicherheit.
Fehlerhafte Anonymisierung kann zu Sanktionen, Bußgeldern und rechtlichen Auseinandersetzungen führen.
Neben rechtlichen Folgen entstehen auch operative und organisatorische Risiken, die Abläufe und Zusammenarbeit belasten.
Falsch geschwärzte Dokumente, sichtbare Metadaten oder Kontextinformationen können sensible Daten preisgeben und Rückschlüsse auf Personen oder interne Abläufe ermöglichen.
Risiken entstehen durch externe Weitergabe, interne Umläufe oder Mehrfachnutzung von Daten. Ohne klare Standards werden Fehler kaum sichtbar.
Bereits kleine Fehler können dazu führen, dass Daten weiterhin personenbezogen sind und damit vollständig unter die DSGVO fallen.
Sobald eine Re-Identifizierung möglich ist, gelten alle Pflichten der DSGVO weiter. Häufig entsteht dieses Risiko durch unvollständige Schwärzung, Kontextwissen oder zu breite Zugriffsrechte.
Nicht jedes Unternehmen ist in gleichem Maße betroffen. Die tatsächliche Risikolage hängt von einigen Faktoren ab. Typische Einflussfaktoren sind:
Je sensibler die Inhalte, desto höher ist das Risiko. Gesundheitsdaten, Vertragsinformationen oder vertrauliche Projektakten benötigen strengere Anonymisierung als allgemeine Dokumente.
Je häufiger Dokumente intern oder extern geteilt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für Kontextverluste und unbemerkte Re-Identifizierungen.
Manuelle Arbeitsschritte erhöhen die Fehlerquote. Standardisierte und automatisierte Prozesse reduzieren Risiken und machen Ergebnisse nachvollziehbar.
Unterschiedliche Formate enthalten versteckte Informationen. Metadaten, Kommentare oder Ebenen in PDFs können personenbezogene Hinweise enthalten, auch wenn der Text geschwärzt ist.
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